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News

Changes to the IARU Satellite Advisor Region 1


I have recommended to the IARU Satellite Adviser that Mike Rupprecht takes over membership of the advisory panel form Norbert Nothoff and I'm happy to notify interested parties that he has agreed to appoint Mike, DK3WN as a panel member. He has thanked Norbert, DF5DP for his support as a member of the Advisory panel for many years and said that he is looking forward to work with Mike.

Mike Rupprecht, DK3WN will help with the IARU Satellite Frequency Coordination process in Region 1 and in particular here in Germany. Mike is very active and well known on the satellite bands and Internet boards, and he has particularly profound knowledge of all cubesat operations. He is also very well known in the community of cubesat operators, including excellent communication connections to that groups.

Mike Ruprecht, DK3WN will support Norbert Nothoff, DF5DP and take over the coordination process of satellite projects from him, which includes correspondence with the coordination group and the satellite operators.

Norbert Nothoff, DF5DP will continue to stay in charge of anything which is related to government issues (government and office liaison, laws, bylaws, and regulations of satellite operations) in Germany.

Peter Gülzow, DB2OS
President, AMSAT-DL

Nachruf: Dick Daniels W4PUJ ist am 14. Februar verstorben

w4puj2000Dick Daniels war einer der Gründungsmiglieder der AMSAT in USA, und er hat bei praktischen allen Satellitenprojekten der AMSAT aktiv mitgearbeitet und über 30 Jahre wichtige Beiträge geleistet. Für die Satelliten AO-6 und AO-7 hat Dick die Mode A-Transponder gebaut. Mit dem Beginn der P3-Satelliten hat Dick sich auf die Raketenantriebstechnik spezialisiert, und er fast alleine hat die Antriebssysteme aller P3-Satelliten gebaut und betreut.

Sein Engagement ging soweit, dass er sogar die Betankung der Satelliten in Kourou zusammen mit mit den professionellen Teams durchgeführt hat.

Dick Daniels war nicht nur ein wichtiger und hervorragender Mitarbeiter der AMSAT, sondern er war auch als Mensch allerseits sehr geachtet und beliebt. Wir haben mit Dick Daniels nicht nur einen wichtigen Mitarbeiter der AMSAT verloren, sondern auch einen persönlichen Freund, der gerade auch für die jüngeren Mitarbeiter ein Vorbild an persönlichem Engagement und Menschlichkeit war.

Karl Meinzer, DJ4ZC

Peter Gülzow, DB2OS

Mars Science Laboratory during crusingAm 26. November 2011 um 15:02 UTC ist das "Mars Science Laboratory" (abgekürzt MSL) an Bord einer Atlas V(541) von der Cape Canaveral Air Force Station aus erfolgreich gestartet.

Mit an Bord ist „Curiosity" ein 900 kg schwerer Rover in der Größe eines Kleinwagens.

Die Ankunft am Mars wird nach etwa neun Monaten Flug im August 2012 erfolgen.

Schon 7 Stunden nach dem Start gegen 21:45 UTC war MSL erstmals von Europa aus zu beobachten und exakt zum erwarteten Zeitpunkt konnte die X-Band Telemetry erfolgreich durch das AMSAT-DL Team in Bochum empfangen werden. Das Signal wurde mit einer Spin-Modulation von +- 3,5 Hz und einer Periode von etwa 30 Sekunden (ca. 2 Umdrehungen/Minute) empfangen. Die Entfernung lag bereits bei 112.000 km. Vermutlich war dies der erste Empfang von MSL ausserhalb des offiziellen DSN-Netzwerks der NASA.

20m dish BochumDer 20m-Spiegel in Bochum wird derzeit vollautomatisch für den Empfang der Echtzeit-Weltaumwetterdaten von STEREO A/B benutzt. Die Daten werden per Internet an die Server der NOAA in den USA weitergeleitet.

Für den Empfang von MSL hat James Miller G3RUH per Fernsteuerung den Tracking- und Empfangscomputer umkonfiguriert und das System hat MSL automatisch beim Aufgang in Bochum empfangen. Niemand musste persönlich vor Ort sein. Dies zeigt wie flexibel und zuverlässig die Anlage inzwischen läuft und das der 20m-Spiegel auch für die geplante P5-A Mission der AMSAT zum Mars bereit ist.

50 Jahre OSCAR-1

Am 12. Dezember 1961 startete der erste Amateurfunk-Satellit “OSCAR-1” auf einer Rakete der United Air Force quasi huckepack als sekundäre Nutzlast ins All. Sein Gewicht betrug nur 4,5 kg und seine Umlaufbahn lag zwischen 234 und 414 km Höhe. Dank eines Senders im 2m-Amateurfunkband (145 MHz) konnten Funkamateure weltweit die Morsecode-Telemetrie verfolgen. OSCAR steht für “Orbital Satellite Carrying Amateur Radio". Traditionell tragen alle Satelliten der Funkamateure diese Bezeichnung, nebst einer laufenden Nummer. Die weltweit tätige AMSAT-Organisation ist die Vereining der raumfahrtbegeisterten Satellitenbauer. Der Anfang einer mittlerweile erstaunlich langen Liste weiterer OSCAR-Satelliten war gemacht. Inzwischen sind derer über 70 OSCARs gestartet worden. Deutlich zugenommen hat die Zahl in den letzten Jahren auch durch die sogenannten CubeSats. Die Anfangs von der Industrie belächelten Kleinsatelliten der Funkamateure haben inzwischen auch die Universitäten erobert und ermöglichen es Ihnen direkt vor Ort kostengünstig im Weltall zu forschen. Die Funkamateure liefern dabei durch ihr weltumspannendes Beobachtungsnetz ein wichtigen und wertvollen Beitrag auch für diese Satelliten.

Schaut man sich noch einmal die Timeline von OSCAR-1 an, so ist es schon erstaunlich, wie früh die “Amateure” in den Weltraum vorgestossen sind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auch eine eigene Mission zum Mars und Mond denkbar ist. Das Knowhow dazu haben die Raumfahrtenthusiasten der AMSAT dabei in vielen Jahren praktischer Erfahrung gesammelt und stetig weiterentwickelt.

 

Timeline

 1957-10-04 
 Sputnik 1, erster künstlicher Satellit
 1959-09-12
 Luna 2 zum Mond gestartet (Einschlag 1959-09-13)
 1960-08-12
 Echo 1 gestartet
 1961-04-12
 Vostok 1 mit Kosmonaut Yuri Gagarin
 1961-05-05
 Freedom 7 mit Astronaut Alan Shepard
 1971-07-21
 Liberty Bell 7 mit Astronaut Gus Grissom
 1961-08-06
 Vostok 2 mit Kosmonaut Gherman Titov
 1961-12-12
 OSCAR 1 gestartet, erster Amateurfunksatellit
 1962-02-20
 Friendship 7 mit Astronaut John Glenn
 1962-07-10
 Telstar 1 gestartet
 1962-08-27
 Mariner 2 startet zur Venus
 1962-06-02
 OSCAR-2 gestartet
 1965
 Asterix-1 mit Diamant-A Rakete, Frankreich im All

oscar1

Jubiläumssymposium im Radom der Sternwarte Bochum

Anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung des Bochumer Instituts für Satelliten- und Weltraumforschung (1961–2011) veranstalten wir gemeinsam mit AMSAT-DL am Freitag, den 16.09.2011 von 15-18 Uhr ein Sondersymposium „Raumfahrt in Bochum“, zu dem alle interessierten Fachleute und Laien herzlich eingeladen sind.

 

Programm Jubiläumssymposium:

■ 15.00–15.30 Uhr: Es begann mit dem Flug von Gagarin; iur. Thilo Elsner

■ 15.30–16.00 Uhr: 50 Jahre Oscar 1; Dipl.-Ing. Michael Lengrüsser AMSAT-DL

■ 16.00–16.30 Uhr: Stereo A und B Weltraumwetter aus Bochum für die NASA; Dipl.-Ing. Hartmut Päsler, AMSAT-DL

■ 16.30–17.00 Uhr: Kaffeepause

■ 17.00–17.30 Uhr: Das Wetter aus dem All; Dipl.-Met. Jörg Asmus, DWD

 

Veranstaltungsort ist das Radom der Sternwarte Bochum, Blankensteiner Straße 200a, 44797 Bochum.

 

Kontakt: Leiter Sternwarte IUZ Bochum -  Thilo Elsner 0234/ 47711- 0177 50 70 797

 

Hintergrund:

Als Sputnik I im Oktober 1957 seine Signale zur Erde funkte, läutete er mit seinem monotonen „Piep Piep Piep“ eine neue Ära der Menschheitsgeschichte ein. Am Morgen des 5. Oktober 1957 drangen in Bochum die ersten Signale aus dem Lautsprecher. Medienberichte über Kaminskis Pioniertat machten seine Volkssternwarte international bekannt.

 

50 Jahre Institut für Satelliten- und Weltraumforschung

EMPFANG

Vom Keller zum Institut

 

Die Außenstelle der Volkssternwarte Bochum im Privathaus von Heinz Kaminski – von den Journalisten liebevoll „Sputnik-Keller“ genannt – avancierte nach dem Empfang der Funkzeichen von Juri Gagarin im April 1961 zum Weltraumnachrichtenplatz.

Kaum sechs Monate später nahm im Oktober 1961 das erste bundesdeutsche Institut für Satelliten- und Weltraumforschung der Sternwarte Bochum in einem modernen Pavillonneubau seine Arbeit auf. Diese Gründung verdanken wir also gewissermaßen dem Flug Gagarins.

Die Arbeit des Instituts war zunehmend geprägt vom Empfang und der Aufbereitung von Fernerkundungsdaten der Erde aus dem Weltraum. Bis heute werden täglich Signale aus dem All von Satelliten und Raumsonden in Bochum empfangen.

 

Wir freuen uns, im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten eine ganz besondere Ausstellung zu eröffnen: Die Erde im Visier! Die Sonderausstellung zur Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum wird vom 17. September 2011 bis zum 15. April 2012 im Radom der Sternwarte Bochum zu sehen sein.

http://www.die-erde-im-visier.de