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In Zusammenarbeit zwischen der NASA und AMSAT wurde auf AMSAT OSCAR-40 (P3D) ein kommerzieller GPS-Empfänger vom Typ Trimble TANS geflogen. Dieses System wurde auch im Space Shuttle schon mehrfach eingesetzt.  Neben der Eigenbestimmung von Keplerdaten anhand der Positionsdaten, ist darüber hinaus an eine echte Fluglagebestimmung des Satelliten in den 3-Achsen möglich.

Am Satelliten wurden dazu gleich mehrere GPS-Antennen angebracht und die Laufzeitunterschiede der GPS-Signale zwischen diesen Antennen gemessen. Handelsübliche GPS-Empfänger können aus verschiedenen Gründen nicht eingesetzt werden, daher musste auf eine Spezialentwicklung zurückgegriffen werden. Die Positionsdaten wurden auch über die RUDAK-Baken abgestrahlt.

Da der Satellit im endgültigen Orbit in allen drei Achsen geregelt werden soll und eine optimale Ausrichtung zur Erde (Antennenstrahlrichtung) und zur Sonne erzielt werden muß, ist eine exakte Vermessung der Fluglage unumgänglich. Hierzu werden in erster Linie entsprechende Sonnen- und Erdsensoren am Satelliten eingesetzt, die vom Bordrechner ausgewertet werden. Das GPS-Experiment soll hier zusätzliche Daten und eine höhere Genauigkeit bei der Navigation liefern. Die aktive Fluglageregelung erfolgt dann über sogenannte Drall- bzw. Drehmomenräder, die autonom vom Bordrechner gesteuert werden. 

 

Dank OSCAR-40 konnte der Nachweis erbracht werden, dass eine Positionsbestimmung und 3-Achsen-Fluglagebestimmung auf oberhalb des Orbits der GPS-Satelliten möglich ist.  Für die NASA waren die Ergebnisse von enormer Wichtigkeit, da sie auf dem Weg zu automatischen GPS-gesteuerten Andockmanövern und Formationsflügen einen wichtigen Schritt darstellen.   Im Gegenzug ermöglichte die NASA dafür den Vibrationstest des P3-D Satelliten in den entsprechenden Einrichtungen.